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Der Sommer 2026: ein weiterer Wake-Up Call (Impulsreferat zum zweiten Nachhaltigkeitstag)

Der Sommer 2026: ein weiterer Wake-Up Call (Impulsreferat zum zweiten Nachhaltigkeitstag)

Extreme Hitze und Trockenheit einerseits, Starkniederschlag und Superzellen-Gewitter andererseits: Dieses Sommer-Paradoxon 2026 ist für Christoph Schär, emeritierter Professor am Institut für Atmosphäre und Klima der ETH Zürich, akutes Indiz für den Klimawandel. Anhand wissenschaftlicher Erklärungen hält er fest, dass sich die Temperaturen im Sommer (seit 1980) regional um 3.3 Grad erhöht haben und 31% der Stationen der Meteo Schweiz eine signifikante Zunahme an Niederschlägen (Menge, Häufigkeit und Extreme) verzeichnen. Daraus leitet er prekäre Szenarien (ohne Klimaschutz) bis 2090 ab. Diese brauche es, so Schär, um sich dem Klimawandel anzupassen (mittels Gefahrenkarten, Hochwasserschutz, Dimensionierung von Bauwerken, Warnungen und Notfallmassnahmen); es brauche sie besonders zur Sensibilisierung und Verstärkung des Klimaschutzes. Auch wenn das von der Schweiz beschlossene Netto-Null-Ziel für 2050 momentan eher unrealistisch scheint, solle man dieses weiterhin verfolgen. Einen Hoffnungseffekt sieht Schär in der Photovoltaik, welche nicht auf die Schweiz begrenzt, sondern europaweit eine gemeinsame Lösung bieten könnte.

Mélanie-Chantal Deiss, 23.09.2026