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Maturapreis der TNG für Johannes Stölzle

Maturapreis der TNG für Johannes Stölzle

Als herausragend eingestuft von der Thurgauischen Naturforschenden Gesellschaft wurde die immersive Maturaarbeit zur Entwicklung eines autonomen Drohnensystems zum Schutz von Nutztieren vor Wolfsangriffen.

Johannes Stölzle ist bewusst, dass seine Maturaarbeit den normalen Rahmen sprengt, zumal er gerade in den praktischen Teil – den Bau einer Drohnenplattform – viele Zusatzstunden investiert hat. Die Projektidee dazu ist bereits 2024 entstanden, als die wachsende Wolfspopulation in den Alpen politische Diskussionen geschürt hat, zu denen Johannes Stölzle einen konkreten Lösungsansatz beitragen wollte. Mit einer Maschine-Learning-Pipeline (ML) hat er zunächst eine künstliche Intelligenz darauf trainiert, Tiere mittels Luftbild-Videostreams zu identifizieren, was ihm gelungen ist. Herausfordernder gestaltete sich dann die Programmierung der gelieferten Drohne (duckiedrone), weil diese Fehleranfälligkeiten aufwies, die Johannes Stölzle für die eigene Anwendung erst beheben musste. Dennoch – oder auch gerade deswegen – wurde ihm für den Bau der Drohnenplattform von seinem Betreuer, Informatiklehrer Tom Hofmann, "die Beherrschung unterschiedlichster Fähigkeiten" attestiert, und zwar sowohl im "elektrischen, programmiertechnischen und mechanischen" Bereich, so dass "Teile eines vollautonomen Drohnenwächters" entworfen werden konnten. Wenngleich Johannes Stölzle auf sein erbrachtes Ergebnis zurecht stolz ist, regt er an, dieses im Rahmen der Matura Talenta IT (Informatik/Technik) weiterzuentwickeln, wofür ihm als künftiger Maschinen-Bau-Student an der ETH die Zeit fehlen wird. Ausserdem würde er es sehr begrüssen, wenn für die anfallenden Materialkosten ein Sponsoring zur Verfügung stände. Die Unterstützung im Rahmen der Talenta IT lobt er aber durchwegs, da ihm einerseits die notwendigen Fertigkeiten in den Bereichen Programmierung und Elektronik vermittelt worden sind, um eine solch komplexe, vielschichtige Arbeit zu erstellen, er andererseits durch den Zugang zum Makerspace die notwendige Ausrüstung benutzen konnte. Gelernt hat Johannes Stölzle anhand seiner Maturaarbeit sehr vieles, das er auch sehr gut zu reflektieren vermag – und natürlich hat er einen wichtigen Beitrag zu einem aktuellen Problem geleistet, wie er es beabsichtigt hat.  

Foto (von Adrian Fischer, Stiftungsrat Think Tank Thurgau): Johannes Stölzle mit seinem Betreuer Tom Hofmann bei der Preisverleihung von Think Tank Thurgau, bei welcher er den ersten Platz belegte. 

 

Mélanie-Chantal Deiss, 29.06.2026